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LR-HPV-Typen (z. B. 6, 11, 42, 43, 44) sind die Hauptverursacher von genitalen Warzen (Kondylomen).
HR-HPV-Typen (z. B. 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58) sind bei 99,7% aller Fälle von Gebär- mutterhalskrebs zu finden und gelten als Voraus- setzung für dessen Entstehung. Auch ein erheb- licher Teil der Scheiden-, Penis- und Analkarzino- me sind Folge solcher Infektionen. Prof. Harald zur Hausen aus Heidelberg bekam für diese Entdek- kung des Zusammenhanges von HPV und der Krebsentstehung 2008 den Nobelpreis für Medizin.
Wie erfolgt die Ansteckung mit HPV?
Die Infektion mit HPV erfolgt über Hautkontakt, bei bestimmten Virentypen primär durch ungeschüt- zten Sexualverkehr (genital, anal oder oral). Die HPV-Infektion ist daher eine der häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragenen Infektionen. Oft jedoch bleibt die Ansteckung unbemerkt, da die Infektion kaum Symptome hervorruft. Kondome schützen vor HPV, aber auch nicht 100%ig! Seltener erfolgt die Übertragung auch durch gemeinsam benutzte Handtücher, Trinkgläser oder Zahnbürsten. Eine Infektion mit HPV ist in der Regel vorübergehender Natur und heilt in den meisten Fällen spontan innerhalb von 8-14 Monaten aus. Ein Risiko zur Entstehung von Gebärmutterhals- krebs und seinen Vorstufen (Dysplasien) besteht nur bei langjährigen Infektion mit demselben HR-HPV-Typ.
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