Inkontinenzsprechstunde in unserer Praxis

Blasenschwäche/Harninkontinenz ist jeder unwillkürliche Harnabgang und ist in keinem Alter normal.

In Deutschland leiden mehrere Millionen Frauen unter Harninkontinenz und Blasenbeschwerden, so etwa jede dritte Frau über 55 Jahre. Dabei gibt es eine erhebliche Dunkelziffer, denn viele Frauen reden aus Scham nicht über ihr Blasenproblem, nicht einmal mit ihrem behandelnden Gynäkologen. Sie behelfen sich mit Inkontinenzvorlagen, obwohl es doch heute eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten gibt, mit oder ohne Operation, die die Lebensqualität wieder erheblich steigern können.

Aus Scham reden viele Frauen nicht über ihre Blasenprobleme

Mit unserer urogynäkologischen Inkontinenzsprechstunde wollen wir Ansprechpartner für betroffene Frauen sein und Hilfe bei Blasenschwäche und Harninkontinenz anbieten. Durch die Mitgliedschaft im Kooperativen Kontinenz- und Beckenbodenzentrum im Klinikum der Region Hannover haben wir ein weites Netzwerk gespannt an Kollegen in Klinik und Praxis, mit denen wir eng zusammen arbeiten: Urologen, Proktologen, Physiotherapeutinnen, Gynäkologen.

Die schwache Blase bringt Sie nicht um, sie nimmt Ihnen nur das Leben.
(Dr. Janet Brown)

Flyer Inkontinenzsprechstunde

Formen der Harninkontinenz

Es gibt verschiedenen Formen der Harninkontinenz. Vor einer Therapie ist es wichtig, die richtige Form zu erkennen. Die wichtigsten sind:

  • Belastungs-(Stress-) Inkontinenz
  • Drang-(Urge-) Inkontinenz
  • Überlaufblase (bei Harnverhalt)
    mehr Informationen zu Formen der HIK

 Diagnostik der Harninkontinenz

Vor jeder Therapie steht die Diagnostik. Dieser Leitsatz gilt in besonderem Masse auch für die Harninkontinenz, um unnötige und falsche Operationen und Medikamente zu vermeiden. Zentrum der Diagnostik ist das ärztliche Gespräch mit einer genauen Erhebung der Beschwerden und der Krankengeschichte (Anamnese) und die urogynäkologische Untersuchung mit urodynamischer Untersuchung ( UCTM – Blasendruckmessung ).

LINK Mehr zur Diagnostik der HIK
PDF Flyer: Urodynamische Untersuchung

Therapie bei Blasenbeschwerden, Harninkontinenz und Genitalsenkung

Die Behandlung der Blasenbeschwerden ist sehr individuell. Wir können Ihnen ein großes Spektrum an Therapien anbieten.

  • chemische und pflanzliche Mittel bei Reizblase und häufiger Entzündung
  • Beckenbodengymnastik
  • Elektrostimulation (TENS)
  • Pessartherapie
  • Operationen (TVT und TOB)

Eine individuelle Therapie ist in jedem Alter möglich (auch kleine Operationen) und hilft in den allermeisten Fällen.

Näheres zur Therapie der Belastungsinkontinenz
Näheres zur Therapie der Dranginkontinenz

Hier finden Sie hilfreiche und informative Internetseiten zum Thema Inkontinenz:
www.kontinenz-gesellschaft.de
Website der Deutschen Kontinenzgesellschaft (ehem. GIH) mit vielen Tips
www.ag-uucp.de
Website des Berufsverbandes der Physiotherapeuten zum Thema Beckenboden mit Therapeutenliste für qualifizierte Beckenbodentraining.