Antibabypille

„Pillen-Report 2015“ der TKK und „Stern TV zur Antibabypille“

Aktuelle Medienberichte (Pillenreport) aus Funk und Fernsehen und von der Techniker Krankenkasse zum erhöhten Thromboserisiko unter der Einnahme kombinierter hormonaler Kontrazeptiva (KHK) = Antibabypille auch in Verbindung mit der Schilderung von Schicksalen betroffener junger Frauen führen zu verstärkten Rückfragen bei uns in der Praxis.

Da Sie als Patientin oder Eltern junger Mädchen nun vielleicht beunruhigt sein könnten, möchten wir Ihnen aus diesem aktuellen Anlass ein paar Informationen zur Verfügung stellen.

  1. Wenn Sie Ihre verordnete KHK gut vertragen besteht kein Grund in Panik zu geraten und das Präparat zu wechseln oder abzusetzen.
  2. Tatsächlich ist die Einnahme bei einer Ersteinstellung , einem Neustart oder bei einem Präparatwechsel vorrübergehend mit einem erhöhten Thromboserisiko verbunden. Darauf weisen wir Sie in der jeweiligen Situation nochmal hin und geben Ihnen Verhaltensmaßnahmen mit auf den Weg.
  3. Es gibt Patientinnen, bei denen aus körperlichen Gründen z.B. Erkrankungen des Blutgerinnungssysthems, ein erhöhtes Thromboserisiko besteht. Ein Hinweis darauf können gehäufte Thrombosefälle in der Familie sein. Auch andere Erkrankungen oder Medikamente können ein Risiko darstellen. Ist das individuelle Risiko erhöht, wird von uns nur nach Abwägen oder Abklärung eine KHK rezeptiert. Es gibt daher auch Patientinnen, die leider nicht hormonell verhüten können, auch wenn Sie gerne möchten, und denen wir aus medizinischen Gründen keine KHK rezeptieren können.
  4. Bitte informieren Sie uns über neuaufgetretenene Erkrankungen, die diagnostiziert worden sind oder sogar medikamentös behandelt werden müssen. Bringen Sie dazu bitte einen Bericht vom Hausarzt oder Facharzt mit.
  5. Bei der Auswahl der KHK berücksichtigen wir als Frauenärzte individuelle Beschwerden der Patientin und Wünsche. Denn wenn eine Patientin sich bewusst für ein hormonelles Verhütungsmittel entscheidet, möchte sie auch den größtmöglichen Nutzen für sich selber daraus ziehen. So kommt es, dass nicht nur Antibabypillen der 1. oder 2. Generation mit einem als gering eingestuften Thromboserisiko eingesetzt werden.
  6. Um die erste Phase der Einnahme verfolgen zu können, bitten wir Sie immer, einen Gesprächstermin nach 3 Monaten bei und zu vereinbaren, bei Beschwerden früher.
  7. Raucherinnen haben ein deutlich erhöhtes Thromboserisiko, welches mit zunehmendem Alter steigt, da das Rauchen Auswirkungen auf das Herz-Kreißlaufsysthem hat und zu Veränderung an den Gefäßen führen kann. Und nochmal: Rauchen gefährdet die Gesundheit!
  8. Über den Rote-Hand-Brief aus 3/2014 zum erhöhten Thrombose – Risiko werden Sie über die Anwenderkarte nochmal zum Thema informiert. Diesen Brief und die Anwenderkarte können sie im Internet über die Seite des Bundesministeriums für Arzneimittel und Medizinprodukte einsehen unter bfarm.de. Eine Anwenderkarte zur Thrombosegefahr und Erkennung können Sie auch in unserer Praxis erhalten.

Bitte kontaktieren Sie uns bei Fragen und vereinbaren Sie einen Gesprächstermin in unserer Sprechstunde.

Ihr Praxisteam Frauenarzt Dr. Jonas – Frauenärztin in Weiterbildung Maren Lütje –
Leistung: Dysplasiesprechstunde – Inkontinenzsprechstunde – 3D/4D – Doppler – Ultraschall