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Pap-Test / -Abstrich

Was ist ein Pap-Abstrich?

Der PAP-Abstrich wurde 1928 von dem griechischen Arzt Papanicolaou entwickelt und beruht auf der Beurteilung von gefärbten Zellabstrichen vom Muttermund (Zervix, Portio) der Frau und dient der Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses bzw. seiner Verhinderung.

Früher mittels Watteträger, heute mit einer spezifisch geformten kleinen Bürste, werden von der Oberfläche der Portio und aus dem Zervixkanal Zellen abgestrichen und auf einem Objektträger ausgestrichen und fixiert. Im zytologischen Labor erfolgen das Färben und die Beurteilung des Vorsorgeabstriches in den 5 Pap-Test-Stufen.
 

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Zytologischer Ausstrich
konventionell         Dünnschichtzytologie

Pap-Mikroskop

Im so gefärbten Abstrich kann der Spezialist nun mikroskopisch die Form der Zellen beurteilen, Rückschlüsse auf den Hormonstatus ziehen, Entzündungen durch Pilze, Bakterien und Viren (HPV) erkennen.
Am wichtigsten ist die Beurteilung der Zellen hinsichtlich Veränderungen, die auf einen bestehenden oder drohenden Gebärmutterhals- krebs schliessen lassen. Dafür werden die Präparate nach der Münchner Nomenklatur II klassifiziert, d.h. in die folgenden Pap-Klassen eingeteilt.
Eine bessere Beurteilung des Abstrichpräparates wird durch die Dünnschichtzytologie ermöglicht
(z.B. ThinPrep®, ThinPrep-Flyer ).
 

Pap-Klassen nach der Münchener Nomenklatur II

Pap-Klasse

Bedeutung

Empfehlung

0

Technisch unbrauchbar

Sofortige Wiederholung

I

Normales Zellbild

Jährliche Kontrolle

II

Entzündliche oder degenerative Zellveränderungen

Keinerlei Krebsverdacht, ggf. Abstrichkontrolle nach Entzündungsbehandlung

IIw

Schwere entzündliche oder degenerative Zellveränderungen, die eine definitive Einteilung als gutartig nicht zulassen

Abstrichkontrollen nach Entzündungsbehand- lung oder Vorbehandlung mit hormonhaltigen Scheidenzäpfchen

III

Schwere Zellveränderungen, Bösartigkeit nicht auszuschliessen

Je nach klinischem und kolposkopischem Befund Kontrollabstrich in 3 Monaten oder sofortige feingewebliche Untersuchung, ggf. Ausschabung

IIID

Nachweis von Zellen mit leichter bis mittelschweren Zellveränderungen

Abstrichkontrolle in 3 Monaten. Besteht der Befund länger als 6 Monate sollte eine Kolposkopie mit feingeweblicher Untersuchung (Knipsbiopsie) durchgeführt werden.

IVa

Schwere Zellveränderungen

Sofortige Kolposkopie mit feingeweblicher Untersuchung (Knipsbiopsie)

IVb

Schwere Zellveränderungen, Frühform des Gebärmutterhals- krebses nicht auszuschliessen

Sofortige Kolposkopie mit feingeweblicher Untersuchung bzw. Konisation

V

Zellen eines  Gebärmutterhals- krebses

Sofortige Kolposkopie mit feingeweblicher Untersuchung und entsprechender operativer oder Strahlentherapie

Schematische Darstellung der Pap-Klassen

Pap I

Pap I, keine Dysplasien

Pap-IIID-2

Pap IIID, mittlere Dysplasien

Pap-V

Pap V, invasives Zervixkarzinom
(Gebärmutterhalskrebs)

Pap IIID

Pap IIID, leichte Dysplasien

Pap-IVb

Pap IVa/b, schwere Dysplasien bis Carcinoma in situ

Diese Zeichnungen wurden vom Zytologischen Labor Wagner , Stibbe & Partner Bad Münder zur Verfügung gestellt.
 

Informationsblatt unserer Praxis zum Thema
Pap-Abstrich und HPV -
(zum Ausdrucken oder Downloaden)
 

Die Entwicklung von einer leichten, durch HPV-HR verursachten Zellveränderung, bis hin zum manifesten Gebärmutterhalskrebs geschieht über die verschieden dargestellten Dysplasiestufen und dauert Jahre. Deshalb sind anfänglich Verlaufskontrollen im Abstand von Monaten ausreichend.

Pap-Enticklung
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Letzte Änderung 13. Juli 2010