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Die Meinungen über den Sinn und Unsinn der Impfung gegen Schweinegrippe gehen weit auseinander, auch unter Ärzten. Schwangere Frauen sind wegen des in der Schwangerschaft veränderten Immunsystems gefährdeter, an der “Neuen Grippe (H1N1)” zu erkranken. Deshalb wird von offiziellen Stellen empfohlen, Schwangere zu impfen. Diese Impfempfehlung gilt auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen (Diabetes, Asthma, etc.) und solche, die älter als 59 Jahre sind. Schwangere, die privat oder beruflich viel und engen Kontakt zu Menschen haben, sind besonders gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren, und sollten sich impfen lassen. Wegen der kurzen Entwicklungszeit des Impfstoffes, gibt es keine Erfahrung zur Impfung von Schwangeren, es liegen aber auch keine Informationen zu schweren Nebenwirkungen Kontraindikationen vor.
Die Entscheidung für oder gegen die Impfung muss jede Schwangere individuell treffen, je nach dem Risiko einer möglichen Ansteckung im privaten oder beruflichen Umfeld.
Welcher Impfstoff ist für Schwangere am besten geeignet?
Auch zu dieser Frage gibt es keine klare Antwort. In Deutschland gibt es zur Zeit nur den Impfstoff Pandemrix (Glaxosmithkline). Dieser enthält Konservierungsmittel (Thiomersal) mit geringen Mengen an Quecksilber und die Verstärkersubstanz (Adjuvans) Squalen. Beide Stoffe werden seit Jahren in Medizinprodukten und Kosmetika sowie Nahrungsmitteln eingesetzt. Das Adjuvans soll den Impfstoff wirksamer machen. Gefahren für Schwangere und ihr Kind sind nicht bekannt, aber auch nicht ausreichend erprobt. Bekannt dagegen sind allergische Reaktionen auf diese Stoffe. Insgesamt soll der Nutzen höher sein als mögliche Nebenwirkungen.
Weitere Impfstoffe ohne Konservierungsstoff und Adjuvans, Panenza (Sanofi-Pasteuer) und Celtura (Novartis) sind in der Entwicklung. Der Wirkstoffgehalt ist wegen des fehlenden Adjuvans 4x höher und kann vermehrt zu Allergien führen. Ein Impfstoff ohne Adjuvans soll in Deutschland ab Anfang Dezember verfügbar sein.
Wer kann mich impfen?
Wegen der kurzen Haltbarkeit des Impfstoffes (10 Impfdosen in 1 Ampulle müssen in 24 Stunden verbraucht werden), führen wir in unserer Praxis diese Impfung nicht durch. Bitte fragen Sie Ihren Hausarzt nach der Impfung.
Quellen und weitere Informationen finden Sie unter folgenden links: www.aerzteblatt.de/092037 , www.aerzteblatt.de/092180; Robert-Koch-Institut www.rki.de ; Paul-Ehrlich-Institut unter www.pei.de Info-Telefon des Bundesgesundheitsamtes: 030-34646 5100 oder www.neuegrippe.bund.de
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