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Beckenbodengymnastik
Auch BBG kann bei der Behandlung Dranginkontinenz hilfreich sein. Allerdings kommt es hier weniger auf eine Anspannung als auf eine Entspannung des Beckenbodens an. Diese Technik kennen nicht alle Therapeuten. Deshalb gilt auch hier, suchen Sie sich eine spezialisierte Physiotherapeutin in Ihrer Nähe ( www.ag-ggup.de ).
Verhaltenstraining / Miktionstraining
Noch mehr als bei der Belastungsinkontinenz helfen hier kleine Änderungen im Leben. Verzichten Sie auf treibende Getränke wie Tee, Kaffee und Alkohol. Trinken Sie tagsüber, weniger am Abend.
Trainieren Sie Ihre Blase, in dem Sie den Toilettengang immer etwas weiter hinauszögern.
Elektrostimulation (TENS)
Mittels auf die im Beckenbereich geklebten Hautelektroden und einem Stimulator in der Größe einer Zigarettenschachtel können Sie selber mit schwachen elektrischen Stromimpulsen die Blasennerven beruhigen. Die Einweisung erfolgt durch eine speziell geschulte Inkontinenzberaterin.
Pessartherapie  Pessare sind Ringe, Schalen oder Würfel aus weichem Silikon in verschie- denen Größen, die in die Scheiden eingeführt werden, meist zur Behand- lung von Senkungsbeschwerden. Liegt eine Dranginkontinenz oder Drang- symptomatik bei gleichzeitiger vorderer Scheidensenkung (Blasensenkung, Zystozele), dann kann das Einlegen eines Schalenpessar zum Anheben der Blase oft eine deutliche Abnahme der Beschwerden bewirken. Leider kann es dadurch aber zum Auftreten von Belastungsinkontinenz kommen. Deshalb sollten Sie das Vorgehen auf jeden Fall mit einem Spezialisten vorher besprechen. Scheidenpessare können von Ihnen selber oder vom Arzt eingesetzt und regelmäßig gereinigt werden. 
Operation
Eine Operation wird eher selten zur Behandlung der Dranginkontinenz eingesetzt. Es gelten die gleichen Umstände wie bei der oben geschilderten Pessartherapie. Durch die Operation wird die Blase angehoben, wie auch mit dem Pessar. In jedem Fall sollte deshalb eine Pessartherapie ausprobiert werden, ob ein Therapieerfolg zu erwarten ist.
Inkontinenzartikel
Hierunter fallen an erster Stelle Inkontinenzvorlagen. Diese stellen natürlich keine Therapie dar sondern nur eine Behelfsmöglichkeit für Frauen, die nicht behandelt werden wollen oder können. Inkontinenzvorlagen können von Ihrem Arzt als Hilfsmittel rezeptiert werden. Hilfsmittel sind nicht budgetiert, wie manche Ärzte glauben. Leider haben Sie bei vielen gesetzlichen Krankenkassen (z.B. AOK, BEK, BKKs) nicht die freie Auswahl an Vorlagen, sonder sie vermitteln ihren Versicherten einen speziellen Lieferanten, der sie jeden Monat oder Vierteljahr mit Vorlagen versorgt. Für spezielle Produkte (z.B. von Tena oder Attends) müssen Patientinnen dann zuzahlen.  Es gibt auch medizinische Tampons verschiedener Größe aus Schaumstoff, die mit Gleit- oder Hormoncreme bestrichen in die Scheiden eingeführt werden können (z.B. Conatm®), um so Urinverlust zu vermeiden. Dieses Hilfsmittel ist geeignet für Frauen, die nur in seltenen Situationen wie beim Sport Urin verlieren und sonst nicht.
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