HPV-Impfung
Welche Impfstoffe gibt es?

Aktuell wird mit dem Impfstoff gegen die häufigsten Typen der Humanen Papillomaviren zugelassen, Gardasil ®9 der Firma Sanofi Pateur MSD. Er schützt vor den Typen 6 und 11 (können Kondylome auslösen) sowie vor den high risk Typen 16 und 18 (können Gebärmutterhalskrebs auslösen) und den häufig nachweisbaren Typen 31, 33, 45, 52 und 58.

Wer bezahlt die Impfung?

Die vollständige Impfung besteht aus 2 Injektionen (9-14 Lj.) oder 3 Injektionen (15.-17.Lj.) in einen Muskel (i.m.).  Die Kosten werden für Mädchen und Jungen von 12 bis 17 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erstattet. Manche GKV erstatten die Kosten bis zum vollendeten 26. Lebensjahr nach Vorlage eines unauffälligen (negativen) HPV-Test und imRahmen einer erweiterten Angebotes. Die Nachfrage bei den Kassen lohnt sich, die HPV-Impfung ist für Frauen ab 18 Jahren eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Der Apothekenpreis je Injektion beträgt derzeit ca. 180,- Euro (540,- € für alle 3 Injektionen) zzgl. Untersuchung, Impfung und Beratung.

Ist die HPV-Impfung gefährlich?

Nein, bis auf leichte Hautreizungen oder mal kleine Blutergüsse nach der Impfung sind keine Risiken bekannt.

In welchem Alter ist die Impfung sinnvoll?

Diese Impfung schützt noch nichtinfizierte Personen (negativ für HPV) vor der Infektion mit HPV. Deshalb sollte die Infektion vor Aufnahme des Geschlechtsverkehres erfolgen, da die Viren auf diesem Weg übertragen werden können. Das optimale alter zum Impfen ist zw. dem 9. und 17. Lebensjahr.

 

Ist die Krebsvorsorgeuntersuchung nach der HPV-Impfung noch erforderlich?

Ja, auf jeden Fall. Die high risk Typen 16 und 18 sind    nur für etwa 70% –
85% (Cervarix®) aller Zervixkarzinome verantwortlich, die durch diese Impfung verhindert werden können.

Gegen die restlichen Krebs auslösenden Typen gibt es noch keinen Schutz. Die HPV- Impfung ersetzt somit nicht die Krebsvorsorge. Ausserdem umfasst die Krebsvorsorgeuntersuchung noch weitere Krebsarten wie Brust-, Haut-, Eierstocks- und Scheidenkrebs. Auch geimpfte Frauen sollten 1x im Jahr zur Krebsvorsorgeuntersuchung kommen.

Ist die Impfung auch für Männer geeignet?

Ob die Impfung auch für Männer sinnvoll ist, ist noch nicht geklärt. Nicht alle Peniskarzinome entstehenn durch HPV. Die zusätzliche Impfung von Jungen, analog zu der Impfung der Mädchen, soll dazu beitragen, die Übertragung von HPV zu verringern.